Naher und Mittlerer Osten
Verwirrung um mögliches Rahmenabkommen zwischen USA und Iran

Die USA und der Iran stehen möglicherweise kurz vor dem Abschluss eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges am Golf.

    Banner an einem Platz in der iranischen Hauptstadt Teheran. Abgebildet sind darauf der getötete oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, sowie sein Sohn Mojataba Khamenei.
    Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sieht ein bevorstehendes Abkommen vor, alle Kampfhandlungen unverzüglich zu stoppen. (AFP / ATTA KENARE)
    Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Vereinbarung könne noch am Sonntag unterzeichnet werden. Als wahrscheinlichster Ort eines Treffens von Vertretern beider Staaten gelte das schweizerische Genf.
    Unterschiedlich lautende Informationen gibt es zum konkreten Inhalt. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sieht das Abkommen vor, alle Kampfhandlungen unverzüglich zu stoppen - auch im Libanon. Der Iran solle die Straße von Hormus nicht länger blockieren. Im Gegenzug würden Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufgehoben und eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe freigegeben. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind dem Bericht zufolge erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
    US-Präsident Trump hingegen dementierte weitreichende Zugeständnisse gegenüber dem Iran. Die durchgesickerten Informationen entsprächen nicht dem, was schriftlich vereinbart worden sei. Ein hochrangiger US-Vertreter bezeichnete das sich abzeichnende Abkommen als "leistungsbasiert". Demnach erhalte Teheran keine eingefrorenen Vermögenswerte, solange es seinen Teil der Vereinbarung nicht erfüllt habe.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.