Reformpläne
Viel Kritik an Merz geplantem Paradigmenwechsel bei Altersvorsorge

Grüne, Linke und Gewerkschaften haben die Vorstellungen von Bundeskanzler Merz zur Rentenreform kritisiert.

    Eine Frau öffnet einen Briefumschlag, auf dem das Logo und der Schriftzug der deutschen Rentenversicherung zu sehen ist.
    Merz findet: Gesetzliche Rente soll nur "ein Baustein" sein. (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Linken-Chefin Schwerdtner sagte, Merz wolle das Geld der Versicherten den Banken und Hedgefonds überlassen. Wer die Alterssicherung weiter privatisiere, wolle die gesetzliche Rente aushöhlen und nehme steigende Altersarmut in Kauf. Der Grünen-Politiker Audretsch warf Merz vor, die gesetzliche Rente schwächen zu wollen. Von Seiten der IG Metall hieß es, statt einer solidarischen Reform gehe es um Abwertung und Abbau der gesetzlichen Rente zugunsten von Privatvorsorge. Das stärke die Finanzlobby und entbinde Arbeitgeber aus ihrer Verantwortung.
    Merz hatte gestern Abend bei einem Auftritt beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse angekündigt, die Reform der Altersvorsorge noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen. Die gesetzliche Rentenversicherung werde zwar bleiben, aber sie werde nur ein Baustein eines neuen Gesamtversorgungs-Niveaus sein. Die private Altersvorsorge und die Betriebsrente sollten eine wesentlich größere Rolle spielen als bisher, so Merz.
    Er sprach von einem Paradigmenwechsel in der deutschen Rentenpolitik.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.