Grundgesetzänderung
Viel Zustimmung für Hitzeschutz-Vorschläge der SPD - Union weiterhin skeptisch

Der Vorstoß der sozialdemokratischen Bundesminister zu einem Hitzeaktionsplan ist bei einigen Fraktionen und Verbänden auf Zustimmung gestoßen - der Koalitionspartner aber reagiert zögernd.

    Die heiße Abendsonne über der Hamburger City und dem Hamburger Michel
    Die SPD fordert einen Hitze-Aktionsplan in Deutschland. (picture alliance / Inside-Picture / IP)
    Sowohl der Deutsche Gewerkschaftsbund als auch die Deutsche Umwelthilfe begrüßten die Vorschläge. Zu den Maßnahmen gehört die Verankerung von Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes Rock sagte dazu, die Verfassungsänderung könnte für eine verlässliche Finanzierung durch den Bund sorgen.
    Die Fraktionen von Grünen und Linken zeigten sich bereit, den Plan bei einer Abstimmung mitzutragen. Aus der Union hingegen kamen skeptische Reaktionen. Der Bund-Länder-Beauftragte Amthor, CDU, sprach sich gegen eine Änderung des Grundgesetzes aus. Bayerns Innenminister Herrmann, CSU, sagte, der Vorschlag stehe im Gegensatz zu aktuellen Entbürokratisierungsbemühungen. Aus der AfD-Fraktion hieß es, man lehne eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung nicht grundsätzlich ab und stehe für Gespräche zur Verfügung. Für eine Grundgesetzänderung wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.