Nach Brandanschlag in London
Vier junge Männer bekennen sich schuldig, Krankenwagen einer jüdischen Hilfsorganisation angezündet zu haben

Nach einem Brandanschlag auf Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in London haben vier junge Männer die Tat gestanden.

    Feuerwehrleute rücken zu einem Brand in Golders Green, London, aus, nachdem es offenbar zu einem Brandanschlag auf vier Fahrzeuge des jüdischen Rettungsdienstes Hatzola Northwest in London gekommen war.
    Zu dem Brandanschlag auf vier Fahrzeuge des jüdischen Rettungsdienstes Hatzola in London haben sich vier junge Männer bekannt (Archivfoto vom März 2026). (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Alberto Pezzali)
    Die Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren gaben zu, im März die vier Fahrzeuge in Brand gesteckt zu haben. Auch nahe gelegene Wohnungen und eine Synagoge wurden beschädigt; der Sachschaden liegt bei rund 1,2 Millionen Euro. Die Londoner Polizei stufte die Tat als antisemitisches Hassverbrechen ein. Zu dem Anschlag hatte sich eine Gruppe bekannt, die als pro-iranisch eingestuft wird. Die Verteidiger der vier Männer bestreiten aber, dass ihre Mandanten Verbindungen zu der Organisation haben.
    Zuletzt hatte es eine Serie von Anschlägen auf jüdische Einrichtungen im Großraum London gegeben. So wurde beispielsweise im April ein Brandsatz auf eine Synagoge in der Stadt Harrow geworfen.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.