Thailand
Virus-Erkrankung: Mehr als 70 Tiger sterben in privatem Raubtierpark

In Thailand sind innerhalb weniger Wochen zahlreiche Tiger in einem privaten Raubtierpark an Krankheiten verendet. Tierschützer kritisieren solche Parks immer wieder.

    Das Foto zeigt einen Tiger.
    In einem privaten Raubtierpark in Thailand sind zahlreiche Tiger verendet. (imago / Sven Simon)
    Das Veterinäramt von Chiang Mai im Norden des Landes teilte mit, bei Untersuchungen seien Infektionen mit dem hochansteckenden Staupe-Virus sowie Bakterien nachgewiesen worden. Den Angaben zufolge starben insgesamt 72 Tiger. Weiter hieß es, bei Tigern sei die Staupe schwerer nachzuweisen als bei Hunden oder Katzen. Den Behörden zufolge könnte Inzucht unter den gefangenen Tigern dazu geführt haben, dass die Immunität der Tiere geschwächt wurde.

    Peta: "Die Tiger sind gestorben, wie sie gelebt haben - in Elend"

    Der betroffene Tierpark mit dem Namen "Tiger Kingdom" wirbt damit, dass Touristen die Raubtiere anfassen und Fotos mit ihnen machen dürfen. Die Tierschutzorganisation Peta erklärte, die Tiger seien gestorben, wie sie gelebt hätten - in Elend, Gefangenschaft und Angst. Wenn die Touristen nicht mehr kämen, würden sich derartige Einrichtungen schnell nicht mehr rentieren.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.