Thüringen
Voigt setzt auf Weiterarbeit der Koalition - Parteiaustritt von zehn BSW-Abgeordneten

Der thüringische Ministerpräsident Voigt setzt trotz des Parteiaustritts von zehn BSW-Abgeordneten auf eine Fortsetzung seiner Koalition.

    Voigt steht an einem Rednerpult und spricht.
    Ministerpräsident Mario Voigt (picture alliance / dpa / Bodo Schackow)
    Voigt erklärte in Erfurt, man wolle das Arbeitsprogramm gemeinschaftlich weiter bearbeiten. Er blicke mit Respekt auf den Schritt, den die bisherigen BSW-Abgeordneten nun gegangen seien. Die scheidende BSW-Landeschefin Wolf sagte, es gebe ein klares Bekenntnis ihrer Fraktion zum Regierungsvertrag. Sie machte deutlich, dass die Abgeordneten trotz Parteiaustritts in der Fraktion bleiben wollten. Die Abgeordneten hätten sich nicht von der Partei entfernt, sondern die Partei von ihnen. Sie sprach von einem unerträglichen Flirt mit dem AfD-Landeschef Höcke im Landtag und verwies auf die Forderung von BSW-Parteigründerin Wagenknecht. Diese hatte das BSW in Erfurt aufgefordert, der CDU-geführten Regierung unter Ministerpräsident Voigt ‌die Unterstützung ⁠zu entziehen.
    Voigt regiert im Freistaat mit einem Bündnis aus CDU, BSW und SPD, das im Landtag von Anfang an keine eigene Mehrheit hatte. Auch die SPD will nach den Worten von Landeschef Maier an der sogenannten Brombeer-Koalition festhalten. BSW-Gründerin Wagenknecht warf den Abgeordneten vor, der Partei vor der Wahl in Sachsen-Anhalt maximal zu schaden.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.