Automobil-Industrie
Volkswagen-Aufsichtsrat stimmt Sparpaket und Stellenabbau zu

Der Volkswagen-Konzern wird in den kommenden Jahren ein breit angelegtes Sparpaket umsetzen und rund 50.000 Arbeitsplätze abschaffen.

    Wolfsburg: Das VW-Logo steht auf dem Markenhochhaus im Volkswagen Stammwerk.
    Das Logo von Volkswagen (Julian Stratenschulte / dpa / Julian Stratenschulte)
    Der Aufsichtsrat des Automobil-Herstellers stimmte den Vorschlägen von Konzernchef Blume am Abend in Wolfsburg einstimmig zu. Neben dem Stellenabbau sind nach Angaben des Unternehmens auch Werksschließungen denkbar. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm würden jedoch alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft. Dort könnte die Produktion Anfang bis Mitte der 2030er Jahre eingestellt werden. Grund ist, dass Volkswagen seine Angebotspallette in etwa halbieren will. Weniger Modelle und mehr Komponenten, die in allen Fahrzeugen verbaut werden können, sollen Kosten einsparen.
    Vorstandschef Blume sprach von einem "Zukunftsplan", der mit Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe verbunden sei. Die Betriebsratsvorsitzende Cavallo nannte die Sparpläne eine Notwendigkeit, die nicht einseitig auf Kosten der Belegschaft umgesetzt würden.
    Niedersachsens Ministerpräsident Lies wertete die Einigung als ein "zukunftsfähiges Konzept". Der SPD-Politiker, der auch Mitglied im VW-Aufsichtsrat ist, sagte, man investiere und steigere die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.