EU-Wettbewerbspolitik
Von der Leyen plädiert für "europäische Präferenz" in strategischen Branchen

Vor dem EU-Gipfeltreffen zur Wettbewerbsfähigkeit hat Kommissisionspräsidentin von der Leyen die geplante Gesetzesiniative zur Bevorzugung europäischer Unternehmen erläutert.

    Ursula von der Leyen spricht auf einer Pressekonferenz im Brüsseler Ratsgebäude.
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Archivfoto) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Omar Havana)
    In einem Brief an die 27 Staats- und Regierungschefs begründete sie den Vorstoß mit der Verteidigung europäischer Interessen. Eine Vorzugsbehandlung für europäische Firmen in strategischen Bereichen könne den Unternehmen etwa dabei helfen, ihre Produktionskapazitäten zu vergrößern, heißt es in dem Schreiben.
    Frankreich will die europäische Industrie bei öffentlichen Ausschreibungen mit verpflichtenden "Made in Europe"-Quoten unterstützen. Deutschland und Italien warnen, die EU dürfe ihre Handelspartner mit solch einem Schritt nicht verärgern. Industriekommissar Séjourné will seinen Gesetzentwurf in den kommenden Wochen detailliert vorstellen.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.