Vor Gipfel
Von der Leyen ruft EU-Mitgliedsländer zu schnellen Wirtschaftsreformen auf

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat die Mitgliedstaaten zu schnellen Wirtschaftsreformen aufgerufen. Mit Blick auf den morgigen EU-Gipfel sagte von der Leyen vor dem Europaparlament, es gehe darum, Hürden einzureißen, die die EU daran hinderten, ein "globaler Riese" zu sein.

    Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht im Gebäude des Europäischen Parlaments.
    Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission (picture alliance / dpa / Philipp von Ditfurth)
    Die CDU-Politikerin verwies in diesem Zusammenhang auf den zersplitterten europäischen Finanzmarkt. So habe etwa jedes EU-Land seine eigene Finanzaufsicht. Zudem gebe es Unterschiede bei Steuern und Insolvenzregeln, sodass Investitionen über Grenzen hinweg oft kompliziert seien.
    Von der Leyen erklärte, es sei "Plan A", für die nötigen Reformen alle 27 EU-Länder zusammenzubringen. Gebe es keine Einigung, solle notfalls eine kleinere Gruppe vorangehen.
    Bislang haben beispielsweise Staaten wie Luxemburg und Irland Bedenken, weil sie sich aufgrund ihres Steuersystems im Vorteil sehen.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.