Planstadt NEOM
Vorerst keine Asiatischen Winterspiele in saudi-arabischer Wüste

Die Asiatischen Winterspiele finden 2029 nicht in Saudi-Arabien statt. Das Olympische Komitee Saudi-Arabiens und der Olympische Rat Asiens haben vereinbart, die geplante Austragung der Wintersportveranstaltung auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Eine Begründung wurde nicht genannt.

    Saudi-Arabien, Modell des Städtbauprojekts Neom.
    Die Planstadt NEOM: futuristische Wohngebiete, Industrieareale, Touristenresorts und ein Skigebiet. (IMAGO / Bestimage / IMAGO / JLPPA / Bestimage)
    Die Asiatischen Winterspiele sollten eigentlich in Trojena stattfinden, einem geplanten Ganzjahres-Skigebiet des futuristischen Stadtprojekts NEOM.Die Planstadt NEOM soll in der westlichen Wüste Saudi-Arabiens entstehen. Der Umfang des 500-Milliarden-Dollar-Projekts am Roten Meer wurde zuletzt aber aus Kostengründen stark eingeschränkt.
    In der Erklärung der beiden Sportverbände heißt es nun, Saudi-Arabien werde in den kommenden Jahren eine Reihe von eigenständigen Wintersportveranstaltungen ausrichten. Demnach werden diese Infrastrukturinvestitionen in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar erfordern, darunter die Weltausstellung 2030 in der saudischen Hauptstadt Riad und die FIFA-Weltmeisterschaft 2034.

    Kritik an Wintersport in der Wüste

    Die Veranstaltungen sind - wie auch die Planstadt NEOM - Teil des umfassenden Projekts "Vision 2030" des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, das darauf abzielt, die saudische Gesellschaft und Wirtschaft zu modernisieren.
    Die Entscheidung, die Asiatischen Winterspiele an Saudi-Arabien zu vergeben, war zuvor unter anderem von führenden Weltcup-Skifahrern kritisiert worden, die auf die Umweltauswirkungen an einem Ort hinwiesen, der von Natur aus arm an Wasser und Niederschlägen ist.
    Diese Nachricht wurde am 25.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.