Brüssel
Vorgehen gegen Airbnb und Co.: EU-Kommission schlägt Regeln für Städte vor

Für Städte in der Europäischen Union soll es einheitliche Regeln geben, wie sie gegen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb vorgehen können.

    Das Logo vom Onlineübernachtungsdienst Airbnb im Eingang Brunnenstraße 196 am Rosenthaler Platz, fotografiert am 19.08.2015 in Berlin.
    Airbnb steht in der Kritik (Archivbild) (dpa / Jens Kalaene)
    Die EU-Kommission schlug dafür mehrere Bedingungen vor. Kommunen sollten nachweisen, dass der Wohnungsmarkt in den betroffenen Stadtvierteln besonders angespannt ist. Wichtigster Hinweis darauf soll sein, wie sich die Preise im Vergleich zum Einkommen entwickelt haben. Die neuen Regeln sind für kommerzielle Anbieter gedacht, nicht für Menschen, die ihre eigene Wohnung vermieten, wenn sie selbst nicht anwesend sind.
    Buchungen über Portale wie Airbnb sind bei vielen Touristen beliebt. Immobilienbesitzer verdienen daran in der Regel mehr, als wenn sie die Wohnung regulär vermieten würden. Wohnungssuchende beklagen deshalb ein sinkendes Angebot sowie steigende Mieten.
    Städte wie Barcelona oder Lissabon haben in den vergangenen Jahren bereits Beschränkungen eingeführt. Darauf folgten allerdings oft Gerichtsverfahren, die für eine rechtliche Unsicherheit sorgten.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.