Atomwaffen
Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz: "Ende des New-Start-Vertrags ist gefährliche Entwicklung"

Der Präsident der Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, wertet das Auslaufen des Atomwaffenabrüstungsvertrags zwischen Russland und den USA als gefährliche Entwicklung.

    Wolfgang Ischinger, EX-Diplomat und ehemaliger Leiter der Sicherheitskonferenz
    Wolfgang Ischinger, EX-Diplomat und ehemaliger Leiter der Sicherheitskonferenz (picture alliance / Geisler-Fotopress / Thomas Bartilla / Geisler-Fotopres)
    Im Deutschlandfunk sagte Ischinger, wenn die Abrüstungskontrolle nicht wieder angekurbelt werde, könnten mehrere Staaten überlegen, sich nukleare Bewaffnung anzuschaffen. Ischinger erklärte, er erwarte, dass die USA in den nächsten Monaten versuchen würden, neben Russland auch China in einen neuen Rüstungskontrollmechanismus einzubeziehen. Das sei sowohl im amerikanischen als auch im globalen Interesse. Russlands Präsident Putin hatte sich dagegen dafür ausgesprochen, das bisherige Abkommen zu verlängern.
    Der Atomwaffenvertrag New Start läuft heute als letztes großes Abkommen zur nuklearen Abrüstung aus. Es war 2010 von US-Präsident Obama und dem damaligen russischen Präsidenten Medwedew unterzeichnet worden. Die USA und Russland verpflichteten sich damit unter anderem, ihre atomaren Sprengköpfe jeweils auf maximal 1.550 zu verringern.
    Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.