Konzern-Krise
VW-Führung bekräftigt Kostenproblem im Werk Hannover

Die Führung des angeschlagenen Volkwagenkonzerns drängt auf weitere Kostensenkungen im Werk in Hannover.

    Logo am VW-Tower in Hannover
    Logo am VW-Tower in Hannover (dpa/picture alliance/Julian Stratenschulte)
    Bei der letzten von neun Betriebsversammlungen erklärte Finanzvorstand Antlitz, die ⁠Fabrikkosten in ⁠Hannover seien noch zu hoch - trotz Verbesserungen. Der Standort müsse wettbewerbsfähiger werden. Dazu könnten die Beschäftigten beitragen, indem sie Qualität, Produktivität und Leistung verbesserten. Als Grund für die Probleme nannte Antlitz auch die höheren US-Importzölle. Diese verteuerten den ⁠in Hannover produzierten Kleinbus ID.BUZZ so stark, dass die Nachfrage gesunken sei.
    Die Nutzfahrzeugfabrik mit mehr als 12.000 Beschäftigten gehört zu den vier Standorten des VW-Konzerns, deren Zukunft das Management infrage stellt. Werksschließungen seien aber immer die teuerste und letzte Lösung, hieß es.
    VW-Konzernleitung, Betriebsrat und IG Metall hatten Ende 2024 vereinbart, dass 50.000 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Zudem gibt es tarifliche ‌Einschnitte. Volkswagen ist, wie alle anderen deutschen Autohersteller, in eine Krise geraten - unter anderem weil die Nachfrage in China und den USA eingebrochen ist.
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.