Konzern-Krise
VW-Führung bekräftigt Kostenproblem im Werk Hannover

Die Führung des angeschlagenen Volkswagenkonzerns drängt auf weitere Einsparungen im Werk in Hannover.

    Logo am VW-Tower in Hannover
    Logo am VW-Tower in Hannover (dpa/picture alliance/Julian Stratenschulte)
    Bei der letzten von neun Betriebsversammlungen erklärte Finanzvorstand Antlitz, die ⁠Kosten seien immer noch zu hoch - trotz Verbesserungen. Der Standort in Hannover müsse wettbewerbsfähiger werden. Dazu könnten die Beschäftigten beitragen, indem sie Qualität, Produktivität und Leistung verbesserten.
    Die Nutzfahrzeugfabrik mit mehr als 12.000 Beschäftigten gehört zu den vier Werken des VW-Konzerns, deren Zukunft das Management infrage stellt. Schließungen seien aber immer die teuerste und letzte Lösung, hieß es. IG-Metall-Bezirksleiter Gröger verlangte tragfähige Perspektiven über 2030 hinaus. Bleibe der Vorstand auf dem bisherigen Kurs, werde die Gewerkschaft den Konflikt nicht scheuen.
    VW-Konzernleitung, Betriebsrat und IG Metall hatten Ende 2024 vereinbart, dass 50.000 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Zudem gibt es tarifliche ‌Einschnitte. Volkswagen ist, wie alle anderen deutschen Autohersteller, in eine Krise geraten - unter anderem weil die Nachfrage in China und den USA eingebrochen ist.
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.