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WADA-Leaks"Man will vom Staatsdoping ablenken"

Die Hacker der "Fancy Bears" haben sich in das System der Welt-Anti-Doping-Agentur eingehackt und Dateien prominenter Sportler ans Licht gebracht. Es sei eine manipulative und dümmliche Vorgehensweise aus Russland, sagte Doping-Experte Hajo Seppelt im DLF.

Hajo Seppelt im Gespräch mit Matthias Friebe | 17.09.2016

Der ARD-Journalist und Doping-Experte Hajo Seppelt.
Der ARD-Journalist und Doping-Experte Hajo Seppelt. (picture alliance/dpa - Jens Wolf)
Die medizinischen Ausnahmeregelungen, um die es bei den Enthüllungen gehe, seien natürlich ein Problem. Man könne durchaus mutmaßen, dass es dort Missbräuche gebe und dass Sportler in manchen Fällen überhaupt nicht krank seien.
Im Fall der russischen Hacker gehe es jedoch eindeutig um die Verletzung von Datenschutz. Der dümmliche Vergleich, dass diese Sportler alle gedopt seien, lenke nur davon ab, dass in Russland systematisch Staatsdoping gegeben habe.
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