Weimar
Wadephul bedauert Schließung von Goethe-Instituten in Russland

Bundesaußenminister Wadephul hat die Moskauer Entscheidung kritisiert, alle drei Standorte des Goethe-Instituts in Russland zu schließen.

    Menschen gehen in das Goethe-Institut in Moskau. (Archivbild)
    Das Goethe-Institut in Moskau ist einer von mehreren Standorten, die die russische Führung schließen lassen will. (Federico Gambarini / dpa )
    Wadephul sagte bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen in Weimar, das Goethe-Institut habe eine wichtige Funktion als Kulturbrücke übernommen. Zwischen den Menschen in Deutschland und Russland habe es immer ein gutes Verhältnis gegeben. Das Problem sei jedoch die russische Führung in der jetzigen Situation. Was die bilateralen Beziehungen betreffe, sei Deutschland illusionsfrei. Auch der Deutsche Kulturrat äußerte sein Bedauern über die Schließung.
    Der Schritt gilt als Vergeltung Moskaus für die Ankündigung der Bundesregierung, die unter Spionageverdacht stehende Kultureinrichtung Russisches Haus in Berlin zu schließen. Dabei handelt es sich um eine Reaktion auf den Leipziger Drohnen-Vorfall Anfang August, für den Berlin in dieser Woche Moskau verantwortlich machte.
    Die Außenminister aus Deutschland, Frankreich und Polen demonstrierten in Weimar Geschlossenheit gegenüber russischen hybriden Angriffen. Anlass für das Treffen war die Gründung des trilateralen Formats Weimarer Dreieck vor 35 Jahren.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.