EU-Klimadienst Copernicus
Wärmster August weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen - mehr hitzebedingte Tote in den Städten

Der vergangene August war weltweit der wärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Wie der EU-Klimadienst Copernicus mitteilte, betrug die globale durchschnittliche Lufttemperatur 16,96 Grad Celsius. Damit wurde der bisherige Rekordwert aus dem Juli 2023 knapp übertroffen.

    Die heiße Abendsonne über der Hamburger City und dem Hamburger Michel
    Der vergangene Monat ist der weltweit wärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. (picture alliance / Inside-Picture / IP)
    Den Angaben zufolge erwärmten sich auch die Weltmeere im August so stark wie noch nie. Die Wasser-Oberflächentemperatur lag im Schnitt bei knapp über 21 Grad. Berücksichtigt werden bei den Messungen alle Meere außerhalb der Polarregionen.

    Deutlich mehr Hitzetote als früher

    Die hitzebedingte Sterblichkeit in europäischen Städten ist einer Studie zufolge gestiegen. Verglichen wurden die Zeiträume von 2015 bis 2024 sowie 1991 bis 2000. Danach gab es im Durchschnitt 82 zusätzliche Todesfälle pro eine Million Einwohner. Südeuropäische Städte waren dabei deutlich stärker betroffen, wie der 2026 Europe Cities Report ergab. Insgesamt habe die Sterblichkeit jedoch fast überall zugenommen.
    Die Autoren weisen auch darauf hin, dass Warnungen vor extremer Hitze inzwischen deutlich häufiger verhängt werden: Sie hätten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum mehr als verdreifacht. Der Bericht nimmt auch die Gefahren des Klimawandels in den Blick, die sich etwa für Nahrungsmittelsicherheit ergeben. Zudem sorge die Erwärmung dafür, dass sich Infektionskrankheiten wie das Denguefieber geografisch weiter ausbreiteten.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.