Wegen Unregelmäßigkeiten
Wahlwiederholung: Karan bleibt Präsident der Republika Srpska in Bosnien-Herzegowina

Die teilweise Wiederholung der Präsidentenwahl im serbischen Landesteil von Bosnien-Herzegowina hat offenbar keine Änderungen gebracht.

    Der Politiker Sinisa Karan steht neben dem ehemaligen pro-russischen Führer Milorad Dodik in Banja Luka, nordwestlich von Sarajevo.
    Sinisa Karan (l), Kandidat der serbischen Nationalisten. (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Radivoje Pavicic)
    Wie in der Republika Srpska aus den Wahlkampfstäben verlautete, bleibt es beim Sieg des Bewerbers des Regierungslagers, Karan. Der unterlegene Oppositionskandidat Blanusa räumte seine Niederlage ein. Offizielle Ergebnisse gibt es noch nicht.
    Karan hatte bereits die Wahl am 23. November gewonnen, allerdings nur mit einem knappen Vorsprung von weniger als 10.000 Stimmen. Die Wahlkommission hatte anschließend eine teilweise Wiederholung angeordnet. Grund waren schwere Unregelmäßigkeiten und der Verdacht des Wahlbetrugs in einigen Bezirken.
    Die Präsidentenwahl war erforderlich geworden, weil ein Gericht in Sarajevo den langjährigen Präsidenten der Serbenrepublik, Dodik, wegen separatistischer Aktivitäten abgesetzt hatte. Er hatte die Herauslösung der Republika Srpska aus Bosnien-Herzegowina angestrebt.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.