Hitze und Dürre
Waldbrände in Belgien und Deutschland dauern an, Evakuierungen in Monschau in Nordrhein-Westfalen

In Belgien kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen den großen Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten des Landes. Unweit der Grenze zu Deutschland haben die Flammen inzwischen eine Fläche von rund 30 Quadratkilometern zerstört.

    Blick von dem Ortsteil Monschau-Kalterherberg auf die belgische Seite, wo das Hohe Venn in Flammen steht.
    Auch im Hohen Venn wütet ein Waldbrand. (Thomas Banneyer / dpa / Thomas Banneyer)
    Rund 600 Bewohner in den nahegelegenen Gemeinden Waimes und Bütgenbach in der Provinz Lüttich mussten sich in Sicherheit bringen. Auch Touristen wurde von Behördenseite nahegelegt, die Gegend zu verlassen. In Teilen der nahegelegenen deutschen Stadt Monschau haben die Behörden eine Evakuierung angeordnet. Der Gouverneur von Lüttich, Jamar, teilte mit, mehr als 250 Feuerwehrleute versuchten derzeit, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Löscharbeiten würden mit Einsatzkräften aus der Städteregion Aachen unterstützt, hieß es.
    Auch in Deutschland sind noch nicht alle Waldbrände gelöscht. Im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen gibt es nach Behördenangaben noch vereinzelt Glutnester. Im Westerwald in Rheinland-Pfalz musste ein Teil der Gemeinde Gebhardshain evakuiert werden. Etwa 6.000 Quadratmeter stünden dort in Flammen, erklärte ein Sprecher. Rund fünf Hektar Waldfläche brennen im saarländischen Landkreis Neunkirchen. In Sachsen dauern rund um die Stadt Plauen sowie im Gebiet der Gemeinde Doberschütz Löscharbeiten an.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.