Reformpläne
Warken verteidigt Abschaffung telefonischer Krankschreibung

Bundesgesundheitsministerin Warken hat die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung verteidigt.

    Nina Warken, im dunklen Blazer, gibt ein Pressestatement ab.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (imago / ESDES.Pictures / Bernd Elmenthaler)
    Zwar solle niemand zur Arbeit gehen, wenn eine Erkrankung dem entgegenstehe, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Rheinische Post" aus Düsseldorf. Wahr sei aber auch, dass die Hürden für eine Krankschreibung durch die telefonische Möglichkeit deutlich gesenkt worden seien. Daher sei es richtig, diese wieder abzuschaffen.
    Die Maßnahme ist eine von zahlreichen Reformschritten, die die schwarz-rote Koalition gestern bekanntgegeben hatte. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagfraktion, Pantazis, kritisierte, dass künftig zudem eine Krankschreibung durch den Arzt vom ersten Tag an erforderlich sein soll. Pantazis sagte im Deutschlandfunk, dadurch steige das Infektionsrisko in den Praxen, die zudem stark belastet würden. Man habe diese Forderung der Union aber hinnehmen müssen; da in einer Koalitionsregierung ein Geben und Nehmen nötig sei. Der SPD-Kovorsitzende Klingbeil sagte im ZDF, mit diesem Kompromiss habe seine Partei die Einführung von unbezahlten Karenztagen verhindern können.
    Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.