
Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, aus dem die "Rheinische Post" zitiert. Demnach ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant, die ein Konzept für eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer entwickeln soll. Eine solche Nummer forderten auch mehrere Verbände in einer gemeinsamen Erklärung. Es dürfe in Deutschland nicht vom Wohnort oder vom Zufall abhängen, ob Menschen in suizidalen Krisen schnell qualifizierte Unterstützung fänden, betonte die Leiterin des Nationalen Suizidpräventionsprogramms, Schneider.
Der Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums ging laut "Rheinischer Post" bereits in die Ressortabstimmung der Bundesregierung. Ziel sei es, die Prävention von Suiziden zu verbessern. Geplant seien unter anderem Maßnahmen der Information, Aufklärung, Forschung und Unterstützung. Zudem sollten die Länder auf einen flächendeckenden, bedarfsgerechten Ausbau der Krisendienste hinwirken.
In Deutschland gibt es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums jährlich rund 10.000 Suizid-Fälle.
Wer von Suizidgedanken betroffen ist, findet Hilfe bei der anonymen Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder www.telefonseelsorge.de
Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
