
Lediglich Niedersachsen ist den Angaben nach zunächst ausgenommen. Für die etwa 5.000 Beschäftigten dort gelte noch die Friedenspflicht. Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen. "Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von Verdi vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen", teilte der bundeseigene Konzern mit.
Die Gewerkschaft Verdi hat die bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr verteidigt. Die Arbeit im Fahrdienst müsse attraktiver werden, um auch in Zukunft noch Menschen dafür gewinnen zu können, sagte der zuständige Fachgruppenleiter Schackert im ZDF. Andernfalls werde es keinen ÖPNV mehr geben.
Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen
Hintergrund des Streiks sind aktuelle Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden. Verdi fordert insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Hier finden Sie einen ausführlichen Überblick: Bus und Bahn bleiben im Depot: Was der Warnstreik für Verkehr und Schule bedeutet.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
