Tarifkonflikt
Warnstreiks im öffentlichen Dienst vor dritter Verhandlungsrunde

In mehreren Bundesländern haben heute Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes gestreikt.

    Zwei Männner mit gelben Verdi-Warnwesten bringen an einem Zaun ein Plakat mit der Aufschrift "Warnstreik" an. Man sieht sie von hinten.
    Streikende am Betriebshof der Erfurter Verkehrsbetriebe AG. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und des Beamtenbundes dbb. In Baden-Württemberg waren alle Landeseinrichtungen betroffen, darunter Universitäten, Hochschulen, Studierendenwerke, der Stuttgarter Zoo Wilhelma, Museen und Behörden. In Bayern legten vor allem die Angestellten der sechs Unikliniken ihre Arbeit nieder. In Nordrhein-Westfalen fand in Düsseldorf eine Großdemonstration statt, an der sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 16.000 Menschen beteiligten. Vom Warnstreik betroffen waren dort Schulen, Unikliniken, Polizeidienststellen, Justizbehörden sowie die Landesverwaltung. In Thüringen streikten vor allem Lehrkräfte sowie Kita-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter.
    Verdi und Beamtenbund fordern vor der morgen beginnenden dritten Verhandlungsrunde sieben Prozent, monatlich jedoch mindestens 300 Euro mehr Geld. Die Arbeitgeber hatten zunächst ein Eckpunkte-Papier mit zahlreichen Einzel-Vorschlägen vorgelegt.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.