Vor Münchner Sicherheitskonferenz
Warnung vor Gefahren durch Abkehr der USA von internationaler Ordnung

Vor der Ende der Woche beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz liegt der Fokus auf den Auswirkungen der Politik von US-Präsident Trump.

    Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), gibt eine Pressekonferenz.
    Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Der Vorsitzende Ischinger sagte in Berlin, derzeit werde das Gebäude der internationalen Ordnung mit der Abrissbirne bearbeitet. Dabei sei bereits manches zertrümmert worden. Eines der Hauptthemen der Konferenz werde die Fähigkeit Europas sein, sich stärker durch eigene Kompetenzen zu behaupten und mit einer einheitlichen Stimme zu sprechen.
    In einem anlässlich der Konferenz veröffentlichten Bericht heißt es, die USA seien zu dem Schluss gekommen, dass die bisherige internationale Ordnung nicht mehr in ihrem Interesse liege. Dies betreffe die Bedeutung multilateraler Institutionen, die offene Weltwirtschaft sowie die Unterstützung von Demokratie und Menschenrechten. Diese Politik gewinne in vielen westlichen Gesellschaften an Unterstützung. Das liege an einer Enttäuschung über die Leistung demokratischer Institutionen.
    Die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt am Freitag. Die US-Delegation wird von Außenminister Rubio angeführt. Auch einige der schärfsten Kritiker von Präsident Trump reisen nach München, etwa der demokratische kalifornische Gouverneur Newsom und die linke Abgeordnete Ocasio-Cortez.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.