Forschung
Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich

Das Wasserdefizit in Deutschland und Europa hat sich in den vergangenen Monaten weiter verschlimmert. Vor allem die Abnahme des Grundwassers ist Forschern zufolge für den größten Teil des langfristigen Rückgangs der Wasserspeicherung in Deutschland verantwortlich. Sie sehen den Grund für die Abnahme vor allem in steigenden Temperaturen.

    Trockener Boden mit Rissen
    Vor allem steigende Temperaturen führen den Forschern zufolge zu einem Wasserdefizit (imago images | Rene Trau)
    Das geht aus gemeinsamen Untersuchungen des Potsdamer Helmholtz-Zentrums für Geoforschung (GFZ) mit der Nasa und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hervor. Die Forscher beobachten den Gesamtwassergehalt auf und unter der Erdoberfläche. Daraus lässt sich nach Angaben des GFZ errechnen, wie stark sich die Wasserspeicherung verändert. 
    Das regenreiche Jahr 2024 habe zwar zu einer Erholung der Wasserspeicherung geführt, danach folgte aber erneut eine starke Abnahme, heißt es aus dem GFZ. Dabei gab es keinen langfristigen Trend zu weniger Niederschlag. Aufgrund gestiegener Lufttemperaturen könne aber mehr Wasser verdunsten und in der Atmosphäre verbleiben. Dieses Wasser fehlt dann im Boden.
    Die Forscher weisen darauf hin, dass die aktuellen Daten nur bis Juni reichen. Der Hitzesommer in Deutschland ist also noch nicht abgebildet. Diese Daten sollen erst im Laufe des Herbstes vorliegen. Man befürchte zudem, "dass sich der Wasserspeicher bis Ende des Jahres nicht mehr erholen wird, selbst wenn im Herbst mehr Regen als üblich fallen sollte", schrieb ein GFZ-Sprecher. 
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.