Nach Wahl in Sachsen-Anhalt
Weiter Unklarheit über Stimmabgabe für AfD-Kandidaten Rausch - Anschuldigungen gegen die CDU

Der Bundestag hat in einer Aktuellen Stunde über die Folgen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt debattiert.

    Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, spricht im Bundestag.
    Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, spricht im Bundestag. (picture alliance / dpa / Michael Brandt)
    Die Linken-Fraktionsvorsitzende Reichinnek beschuldigte die CDU, bei der Wahl des Landtagspräsidenten die AfD unterstützt zu haben. Landtagspräsident Rausch ist mit zusätzlich vier Stimmen gewählt worden. Bislang ist unklar, aus welcher Fraktion sie kamen. Die CDU-Abgeordnete Klein wies die Vorwürfe zurück. Die CDU sei die einzige Partei, die einen Unvereinbarkeitsbeschluss zur AfD gefasst habe. Der sachsen-anhaltische AfD-Abgeordnete Reichardt erklärte, er habe bei der Wahl "Hoffnung erlebt". Es gebe erkennbar Mitglieder der Christdemokraten, die eine konservative Wende ermöglichen wollten. Die Hand der AfD bleibe ausgestreckt. Auch vom Koalitionspartner der Union kam Kritik. Die SPD-Abgeordnete Kersten sagte, die CDU in Sachsen-Anhalt habe gezeigt, dass sie kein verlässlicher Partner sein könne. Für die Grünen warnte die Abgeordnete Lemke die CDU davor, die Linkspartei mit der AfD gleichzusetzen.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.