Sabotageversuche
Weitere Sprengvorrichtungen in Sachsen gefunden

In Sachsen hat die Polizei neun weitere selbstgebaute Sprengvorrichtungen gefunden.

    Ein 380-kV-Hochspannungsmast in einem Umspannwerk
    In Sachsen wurden weitere Sprengvorrichtungen gefunden. (picture alliance / ANP | Vincent Jannink (Symbolbild))
    Sie seien mutmaßlich für Anschläge auf die Stromversorgung aufgestellt worden, ähnlich wie in anderen Fällen aus den vergangenen Tagen, teilten das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden mit. Die Vorrichtungen befanden sich den Angaben zufolge unmittelbar an Hochspannungstrassen in der Nähe des Umspannwerks Graustein bei Görlitz.
    Der Tatverdächtige ist seit der vergangenen Woche auf der Flucht. Am Sonntag gab es einen Großeinsatz im Hambacher Forst nahe Köln, der allerdings erfolglos blieb. Am Freitag fanden Beamte in der Wohnung des Mannes Sprengstoff.
    Die Taten konzentrierten sich außer auf Sachsen auch auf Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.
    Hintergrund der Fahndung sind zwei Bekennerschreiben, in denen als Motiv der Kampf gegen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen angegeben wird.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.