
Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurde der Mann in der kroatischen Stadt Pula gefasst. Gegen ihn lag seit mehr als zwei Jahren ein europäischer Haftbefehl vor. Dem Ukrainer wird vorgeworfen, als ausgebildeter Taucher in der Ostsee Sprengstoff an den Pipelines angebracht zu haben. Der Beschuldigte soll nach einer Überstellung aus Kroatien dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt werden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt mit der Begründung, dass durch die Sprengung ein Angriff auf die deutsche Energieversorgung stattgefunden habe.
Die beiden Nord-Stream-Leitungen waren im September 2022 durch Explosionen schwer beschädigt worden. Durch sie wurde bis dahin russisches Gas unter anderem nach Deutschland transpsortiert. Gegen einen Hauptverdächtigen, der ebenfalls aus der Ukraine stammt, wurde Ende Juni Anklage erhoben.
Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
