Vor allem Fünftklässler, die aus einer der Umlandschulen zum Beispiel auf ein Gymnasium wechseln, wurden am ersten Schultag häufig chauffiert, war von Elternvertretern zu hören. In und um Mainz regnete es am Morgen in Strömen, da wollten viele Eltern nicht riskieren, dass ihre Kinder lange am Bahnhof stehen. Ältere Schüler dagegen stürzten sich ins Abenteuer des 85-Prozent-Angebots, das die Bahn sichern wollte. Viele fuhren am Morgen aber früher los, um einen Zeitpuffer zu haben. Kim Beralli aus Bingen pendelt als angehende Erzieherin nach Mainz zur Berufsschule. Im Zug trifft sie eine Freundin aus Ingelheim.
"Also, wir kamen schon pünktlich, aber wir sind auf einen Alternativzug umgestiegen, weil drei Züge ausgefallen sind."
Das hatte aber gar nichts zu tun mit dem eingeschränkten Angebot der Bahn, sondern mit einer Streckensperrung. Ein brennender Lkw hatte zwischen Mainz und Koblenz die Oberleitung beschädigt. Das kann jederzeit passieren, betonte Jörg Sandvoß, bei der Bahntochter DB Netz zuständig für den Fahrplan.
"Alles andere läuft planmäßig, auch die Busersatzverkehre laufen planmäßig, toi, toi, dass der Schulanfang damit gut losgeht."
Für Familie Roth startete das Schuljahr allerdings mit Kindertaxi. Damit der elfjährige Tobias das Haus nicht schon vor 6 Uhr verlassen muss, um vom rheinhessischen Saulheim zum Gymnasium nach Mainz zu kommen, wollen sie ihn morgens chauffieren, bis die Bahn am 2. September wieder zum Vollbetrieb auch im Berufsverkehr zurückkehrt. Mittags allerdings muss der Sechstklässler Zug fahren und ist damit auf das dürftige 60 Prozent Programm angewiesen, das die Bahn in Mainz zwischen 8 und 20 Uhr bietet.
"Bei mir ist es jetzt so: Montags und freitags komme ich ne halbe Stunde später nach Hause, weil der eine Zug entfällt, und mittwochs habe ich um 13 Uhr Schule aus und komme um 15 Uhr nach Hause. Das ist ziemlich blöd."
Nachmittäglicher Hobby-Sport und Instrumentalunterricht werden wohl in den kommenden zwei Wochen unter endlosen Heimwegen leiden. Die Berufsschülerin Kim Beralli und ihre Freundin wussten am Morgen noch nicht, wie ihr Heimweg am Nachmittag zurück nach Ingelheim und Bingen läuft:
"Das ist noch unklar, wie wir nach Hause kommen. Das ändert sich ja dauernd. Ein paar Züge fahren, ein paar nicht, jetzt müssen wir mal gucken, wie wir heimkommen."
"Es ist schwer, es ist ja der erste Schultag, das müssen wir schauen, wie’s weitergeht."
"Ich schau Tag für Tag, wie’s weitergeht. Also, ich guck immer morgens im Internet, welche Züge fahren, und je nachdem – dann passen wir uns halt an."
Die Personaldecke der Bahn ist derzeit zu dünn, um kranke oder urlaubende Mitarbeiter flexibel zu ersetzen. Schüler, Schülerinnen und Eltern im Mainzer Umland müssen das wohl in den kommenden zwei Wochen mit großer Anpassungsfähigkeit kompensieren.
"Also, wir kamen schon pünktlich, aber wir sind auf einen Alternativzug umgestiegen, weil drei Züge ausgefallen sind."
Das hatte aber gar nichts zu tun mit dem eingeschränkten Angebot der Bahn, sondern mit einer Streckensperrung. Ein brennender Lkw hatte zwischen Mainz und Koblenz die Oberleitung beschädigt. Das kann jederzeit passieren, betonte Jörg Sandvoß, bei der Bahntochter DB Netz zuständig für den Fahrplan.
"Alles andere läuft planmäßig, auch die Busersatzverkehre laufen planmäßig, toi, toi, dass der Schulanfang damit gut losgeht."
Für Familie Roth startete das Schuljahr allerdings mit Kindertaxi. Damit der elfjährige Tobias das Haus nicht schon vor 6 Uhr verlassen muss, um vom rheinhessischen Saulheim zum Gymnasium nach Mainz zu kommen, wollen sie ihn morgens chauffieren, bis die Bahn am 2. September wieder zum Vollbetrieb auch im Berufsverkehr zurückkehrt. Mittags allerdings muss der Sechstklässler Zug fahren und ist damit auf das dürftige 60 Prozent Programm angewiesen, das die Bahn in Mainz zwischen 8 und 20 Uhr bietet.
"Bei mir ist es jetzt so: Montags und freitags komme ich ne halbe Stunde später nach Hause, weil der eine Zug entfällt, und mittwochs habe ich um 13 Uhr Schule aus und komme um 15 Uhr nach Hause. Das ist ziemlich blöd."
Nachmittäglicher Hobby-Sport und Instrumentalunterricht werden wohl in den kommenden zwei Wochen unter endlosen Heimwegen leiden. Die Berufsschülerin Kim Beralli und ihre Freundin wussten am Morgen noch nicht, wie ihr Heimweg am Nachmittag zurück nach Ingelheim und Bingen läuft:
"Das ist noch unklar, wie wir nach Hause kommen. Das ändert sich ja dauernd. Ein paar Züge fahren, ein paar nicht, jetzt müssen wir mal gucken, wie wir heimkommen."
"Es ist schwer, es ist ja der erste Schultag, das müssen wir schauen, wie’s weitergeht."
"Ich schau Tag für Tag, wie’s weitergeht. Also, ich guck immer morgens im Internet, welche Züge fahren, und je nachdem – dann passen wir uns halt an."
Die Personaldecke der Bahn ist derzeit zu dünn, um kranke oder urlaubende Mitarbeiter flexibel zu ersetzen. Schüler, Schülerinnen und Eltern im Mainzer Umland müssen das wohl in den kommenden zwei Wochen mit großer Anpassungsfähigkeit kompensieren.