Studie
WG-Zimmer in Millionenstädten deutlich teurer - München bleibt Spitzenreiter

In den vier deutschen Millionenstädten sind die Mieten für Zimmer in kleineren Wohngemeinschaften deutlich teurer geworden. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Moses-Mendelssohn-Instituts.

    Studenten unterhalten sich in einer Küche. Zwei Männer sind mit dem Abwasch beschäftigt.
    Eine studentische Wohngemeinschaft in Berlin (Archivbild). (picture alliance / ZB | Jens Kalaene)
    In Berlin, Hamburg, München und Köln wurden WG-Zimmer demnach vor Beginn des anstehenden Wintersemesters im Schnitt für 692 Euro angeboten. Das sind 23 Euro mehr als noch vor einem halben Jahr. Bundesweit bleiben die Preise dagegen weitgehend stabil. Studierende zahlen für ein WG-Zimmer durchschnittlich 510 Euro.

    München bleibt teuerster Studienort

    Am teuersten sind WG-Zimmer weiterhin in München. Dort liegt der mittlere Angebotspreis bei 850 Euro im Monat. Es folgen Berlin und Hamburg mit jeweils 650 Euro sowie Köln mit 640 Euro. Auch Frankfurt am Main gehört mit 630 Euro zu den teuersten Hochschulstandorten.
    Deutlich günstiger fällt die Wohnungssuche in einigen ostdeutschen Städten und kleineren Hochschulorten aus. In Jena und Trier liegt der Median bei jeweils 370 Euro, in Halle und Magdeburg bei 350 Euro. Am günstigsten ist Chemnitz mit 305 Euro.

    Wohnkosten als Faktor bei der Studienwahl

    Nach Einschätzung der Forscher gewinnen die Wohnkosten für die Wahl des Studienortes zunehmend an Bedeutung. Der Geschäftsführende Direktor des Moses-Mendelssohn-Instituts, Brauckmann, verweist darauf, dass es für junge Menschen einen erheblichen Unterschied mache, ob ein WG-Zimmer 400, 500 oder 650 Euro koste. Die Höhe der Miete könne deshalb maßgeblich darüber mitentscheiden, welcher Studienort überhaupt finanzierbar sei.

    Auswertung von knapp 3.900 Angeboten

    Für die Untersuchung wurden alle deutschen Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden berücksichtigt. Die Analyse basiert auf öffentlich zugänglichen Angeboten auf der Plattform WG-Gesucht.de. Ausgewertet wurden knapp 3.900 Inserate für Wohngemeinschaften mit zwei oder drei Personen.
    Die angegebenen Preise beziehen sich in der Regel auf Warmmieten und enthalten häufig bereits weitere Kosten etwa für Strom, Internet oder die Nutzung gemeinschaftlicher Einrichtungen.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.