Krieg in Nahost
Widersprüchliche Angaben zu Abkommensunterzeichnung von USA, Iran und Pakistan

Im Irankrieg bleibt es bei widersprüchlichen Aussagen über den Zeitpunkt der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für einen Friedensschluss zwischen dem islamistischen Regime in Teheran und den USA.

    Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika und die Flagge des Iran vor einem gemusterten Hintergrund
    Wann soll das Rahmenabkommens für einen Friedensschluss unterzeichnet werden? (picture alliance / Kyodo)
    Präsident Trump kündigte die Unterschrift für heute an. Das iranische Außenministerium erklärte, es werde nicht vor Montag dazu kommen. Vom Vermittlerstaat Pakistan hieß es derweil, der finale Text für eine Rahmenvereinbarung liege vor. Trotz der Bestrebungen für ein Ende des Kriegs gab es in der Region erneut Kampfhandlungen. Unterdessen traf in Teheran laut der Nachrichtenagentur Isna eine Delegation aus Katar ein, um in dem Konflikt zu vermitteln.

    Reuters: Abkommen sieht unter anderem Öffnung Straße von Hormus vor

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische offizielle Quellen berichtet, sieht der Entwurf des Abkommens vor, dass der Iran die Straße von Hormus für alle kommerziellen Schiffe öffnet und die USA ihre Blockade iranischer Häfen beendet. Zudem soll es zunächst keine neuen US-Sanktionen gegen den Iran geben. Eingefrorene iranische Wertanlagen in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar sollen freigegeben werden. Zudem sollen die Ölsanktionen gegen den Iran vorübergehend aufgehoben werden. Teheran soll darüber hinaus zustimmen, weder Atomwaffen zu produzieren noch zu erwerben.
    Der Iran hatte die für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel weitestgehend blockiert. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Daraufhin explodierten die Ölpreise weltweit.

    Weitere Informationen:

    Newsblog zum Krieg im Nahen Osten
    Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.