Nach Protesten
Wien verzichtet auf geplante Kultursteuer

Die österreichische Hauptstadt Wien hat ihre Pläne für eine neue Abgabe auf Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen aufgegeben. Bürgermeister Ludwig von der sozialdemokratischen SPÖ erklärte, nach Abwägung aller Argumente habe er entschieden, dass der sogenannte "Kultureuro" nicht eingeführt werde.

    Vorstellung des Wiener Kultursommers mit Bürgermeister Michael Ludwig von den Sozialdemokraten.
    Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (Archivbild) (IMAGO / SEPA.Media / Michael Indra)
    Das Vorhaben war auf Kritik gestoßen. Wie "Der Standard" berichtet, waren wohl die Proteste der Wiener Kulturinstitutionen zu groß, von Theatern über Konzerthäuser bis hin zu Museen. Die Abgabe hätte der Zeitung zufolge sämtliche Kulturtickets in Wien verteuert. Über die genaue Höhe gab es zwar noch keine offizielle Festlegung, im Gespräch waren laut der Zeitung Aufschläge von bis zu 12,5 Prozent.
    Mit der Abgabe wollte die Stadt zusätzliche Einnahmen erzielen. Nach dem Rückzug der Pläne kündigte Bürgermeister Ludwig an, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, um den städtischen Haushalt zu entlasten. Konkrete Vorschläge nannte er zunächst aber nicht.
    Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.