
"Wir sind wieder daheim. Der Stadttempel war geschlossen, unser Gemeindeleben war es nie", erklärte der Präsident der Kultusgemeinde, Oskar Deutsch. Dass nun wieder im Stadttempel gebetet werden könne, sei der Republik Österreich, der Stadt Wien sowie Hunderten Spendern aus der Gemeinde und ihren Freunden im In- und Ausland zu verdanken. Diese hätten "nicht nur ein Gebäude erhalten, sie haben in die Zukunft des jüdischen Wien investiert".
Sanierungskosten fast gedeckt
Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden gebäude-, sicherheits- und brandschutztechnische Maßnahmen umgesetzt sowie die Barrierefreiheit verbessert. Zudem wurden die Eingangsbereiche räumlich neu geordnet und eine eigene Station für Besucherinnen und Besucher der geplanten Guided Tours eingerichtet. Diese sollen im Winter 2026 starten. Die Kosten für Restaurierung und Sanierung belaufen sich insgesamt auf 10,5 Millionen Euro. Jeweils ein Drittel davon tragen der Bund, die Stadt Wien und private Spender. Rund 95 Prozent der Gesamtkosten sind nach Angaben der Kultusgemeinde bereits aufgebracht.
Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
