Bundesregierung
Wiese (SPD) bekräftigt Forderung nach Änderungen an geplanter Rentenreform

Die SPD pocht weiterhin auf Änderungen an der geplanten Rentenreform. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD‑ Fraktion im Bundestag, Wiese, bezog sich vor allem auf die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungjahren.

    Das Bild zeigt den Kopf Wieses mit Vollbart und Brille. Er schaut ernst in die Kamera.
    Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Wiese bekräftigte die Forderung nach einer Härtefallregelung für Beschäftigte in besonders belastenden Berufen. Als Vorbild könne die Schwerarbeitspension in Österreich dienen, sagte Wiese im Deutschlandfunk (Audio-Link). Zum anderen müsse geprüft werden, ob man einen Vertrauensschutz für ältere Jahrgänge einführe. Menschen, die jetzt Anfang 60 seien, hätten ihre Lebensplanung auf die bisherigen Rentenregelungen abgestimmt. Vor allem in Ostdeutschland sei die staatliche Rente zudem häufig die einzige Altersvorsorge.
    Das Ende für die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren ist ein zentraler Vorschlag der Rentenkommission. Ursprünglich hatte die Bundesregierung vereinbart, die im Juni präsentierten Empfehlungen eins zu eins umzusetzen. Gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente hatten sich aber unter anderem die ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Kretschmer, Schulze und Voigt gestellt. Die SPD zeigt sich offen für eine beibehaltung der Regelung.
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.