Kabinettsklausur
Wirtschaft warnt vor Rückständigkeit bei Künstlicher Intelligenz

Auf der Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg haben Vertreter der Wirtschaft davor gewarnt, dass Deutschland und Europa im Bereich Künstliche Intelligenz ins Hintertreffen geraten könnten.

    Ein Computerchip mit der Aufschrift KI (Fotomontage)
    In Deutschland soll nach Ansicht der Wirtschaft stärker in die industrielle KI-Nutzung investiert werden. (IMAGO / Christian Ohde)
    Die eingeladenen Chefs von Siemens und des kanadischen KI-Unternehmens Cohere betonten, wenn man die europäische Souveränität bewahren wolle, müsse man massiv in industrielle ‌KI-Nutzung investieren. Die Politik müsse für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen.
    In den USA und China würden sehr große Summen in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz investiert, so die Wirtschaftsvertreter weiter. Europa könne innerhalb von Wochen und Monaten ​völlig abgehängt werden. Digitalminister Wildberger sagte, es gehe nicht immer nur darum, die Nummer eins zu sein. Das Ziel, Nummer 3 oder Nummer 4 zu sein in der Welt, sei auch ein gutes Zwischenziel. Die Amerikaner und Chinesen seien enteilt. Wildberger warnte davor, sich mit einem unerreichbaren Ziel eine komfortable Entschuldigung ​zu schaffen, es bei der Aufholjagd erst gar nicht zu ‌versuchen.
    Die Kabinettsklausur dauert bis morgen. Es geht vor allem um die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Auch Konsequenzen aus der Hitzewelle dieses Sommers sollen besprochen werden.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.