Strompreise
Wirtschaftsministerium prüft stärkere Nutzung von Kohlekraftwerken

Das Bundeswirtschaftsministerium prüft nach eigenen Angaben eine stärkere Nutzung der deutschen Kohlekraftwerke, um gegen die hohen Strompreise vorzugehen. Ein Sprecher dämpfte zugleich Erwartungen.

    Türme eines Kohlekraftwerks stoßen Rauch aus in den abendlichen Himmel im Sonnenuntergang.
    Das Kohlekraftwerk Niederaußem von RWE (Symbolbild) (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Er sagte in Berlin, dass es um Kraftwerke gehe, die aktuell in der Reserve sind und eigentlich nur bei Knappheiten einspringen sollen. Sie zur Preissenkung hochzufahren sei aber aus fachlichen, ökonomischen und auch europarechtlichen Gründen nicht ganz einfach. Es handle sich um relativ alte und ineffiziente Anlagen. Außerdem sei unklar, ob man damit überhaupt einen positiven Einfluss auf die Strompreise erzielen könne.
    Unionsfraktionsvize Müller hatte in der "Wirtschaftswoche" vorgeschlagen, angesichts der hohen Gaspreise die deutschen Kohlekraftwerke stärker zu nutzen. Bei der SPD stieß er damit auf Ablehnung. Regierungssprecher Kornelius erklärte zur Nutzung der Reservekraftwerke, die Frage stelle sich momentan nicht.
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.