Gemeinsames Schreiben
Wirtschaftsverbände und Großkonzerne drängen Bundesregierung zu Reformen

Wirtschaftsverbände und Großkonzerne haben die Bundesregierung in einem gemeinsamen Schreiben zu schnellen Reformen aufgefordert. Angekündigte oder im Koalitionsvertrag festgehaltene Reformvorhaben müssten "schleunigst und ohne irgendwelche Abstriche" umgesetzt werden, heißt es in dem Brief von Verbänden und Unternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg, aus dem die Mediengruppe Bayern zitiert.

    Das Kanzleramt in Berlin
    Das Schreiben ist unter anderem an den Bundeskanzler adressiert. (dpa / Michael Kappeler)
    Wegen hoher Energiekosten und sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stünden Unternehmen in Deutschland "unter erheblichem Druck". In dieser Lage entscheide die Ausgestaltung sozial- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen darüber, ob Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und Arbeitsplätze erhalten werden könnten. Unter anderem wird gefordert, die Beitragsbelastung in der Sozialversicherung nachhaltig zu reduzieren. Diese liege mit über 42 Prozent derzeit auf einem Höchststand.
    Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Konzerne Audi, BMW, ZF, Mercedes-Benz, Porsche, Siemens und Eberspächer. Auch die Verbandsspitzen der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber sowie ihres baden-württembergischen Pendant Südwestmetall haben sich angeschlossen. Empfänger des Schreibens sind neben Bundeskanzler Merz auch Arbeitsministerin Bas, Wirtschaftsministerin Reiche sowie die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien. 
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.