Brief an Bundestag
Wirtschaftsverbände verlangen Aussetzung des nationalen Lieferkettengesetzes

Vertreter der Wirtschaft haben sich gegen das nationale Lieferkettengesetz ausgesprochen.

    Ein Arbeiter an einem Webstuhl in einer Textilfabrik in Bangladesch
    Die Bundesregierung will die Anforderungen im Lieferkettengesetz abschwächen. (picture alliance / abaca | Habibur Rahman/ABACA)
    Das Gesetz solle sofort und vollständig ausgesetzt werden, heißt es in einem Schreiben von 17 Wirtschaftsverbänden an Bundestag und Regierung, aus dem die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland zitieren. Der Mitte Januar erstmals im Bundestag debattierte Entwurf der schwarz-roten Koalition bleibe weit hinter dem zurück, was die Wirtschaft jetzt benötige. So blieben die umfangreichen Sorgfaltspflichten in Bezug auf globale Lieferketten ebenso bestehen wie die Pflicht, unternehmerische Anstrengungen kleinteilig zu dokumentieren.
    Das Lieferkettengesetz schreibt Firmen vor, bei ihren Handelsbeziehungen auf das Einhalten von Standards bei Arbeitsbedingungen und Umweltschutz zu achten. Es gilt für Firmen ab 1.000 Mitarbeitern, während die europäische Lieferkettenrichtlinie erst bei Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und einem jährlichen Nettoumsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro greift.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.