Zollstreit USA-Kanada
Wirtschaftsvertreter beider Seiten fordern neue Verhandlungen

Nach der jüngsten Eskalation im Zollstreit zwischen den USA und Kanada warnen Wirtschaftsvertreter beider Länder vor den Folgen.

    Der kanadische Premierminister Carney sitzt neben US-Präsident Trump. Beide schauen ernst und jeweils in eine andere Richtung.
    Keine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und Kanada in Sicht. (Archivbild). (Getty Images via AFP / ANNA MONEYMAKER)
    Der Chef der US-Managervereinigung Business Roundtable, Bolten, betonte, neue Zölle könnten die Kosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhen und wichtige Lieferketten stören. Beide Regierungen sollten an den Verhandlungstisch zurückkehren. Ähnlich äußerte sich der Chef des kanadischen Industrieverbandes, Darby. Er fügte hinzu, er gehe jedoch nicht davon aus, dass dies in absehbarer Zeit passiere.
    Unterhändler beider Länder hatten kürzlich über eine neue Vereinbarung im Zollstreit verhandelt. Sie konnten das Inkrafttreten neuer US-Zölle jedoch nicht verhindern. Kanada kündigte daraufhin Gegenzölle an. Diese sollen ab dem 8. September gelten.
    In den USA wächst unterdessen der Widerstand gegen die Zollpolitik von Präsident Trump. Neben parteiübergreifender Kritik zeigen sich auch Wirtschaftsvertreter zunehmend unzufrieden.
    Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.