
Der Wirtschaftsweise Felbermayr sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Wirtschaft leide schon jetzt unter dem weitverbreiteten Pessimismus, dass das Land nicht reformfähig sei. Mit Blick auf die geplante Rentenreform forderte er, am Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festzuhalten. Sollte die Regierung diesen zentralen Pfeiler der Reform herausnehmen, dann bröckele auch der Rest. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens Energy und ehemalige Siemens-Chef, Kaeser, sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", es wäre ein großer Fehler, die Reformen, die als richtig anerkannt worden seien, zurückzuziehen. Ein Zickzack-Kurs wegen eines schlechten Wahlergebnisses würde der Glaubwürdigkeit der Regierung noch mehr schaden.
Die SPD-Vorsitzenden Klingbeil und Bas hatten zuletzt Korrekturen an der geplanten Rentenreform gefordert. Ähnlich äußerten sich mehrere Ministerpräsidenten der CDU.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
