Kraftstoffe
Wirtschaftsweise Grimm nennt neuen Tankrabatt "zynisch"

Die Wirtschaftsweise Grimm hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt kritisiert.

    Eine Frau mit brauner Kurzhaarfrisur und Brille redet auf eine Pressekonferenz. Es ist die Ökonomin Veronika Grimm.
    Die Ökonomin und Wirtschaftsweise Veronika Grimm (picture alliance / IPON / Stefan Boness)
    Es sei zynisch, auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren, sagte die Ökonomin dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Am Ende dürften sich viele Wähler frustriert von den etablierten Parteien abwenden. In diesem Fall betreffe das sowohl diejenigen, die die Klimawirkung dieser Maßnahme ablehnten, als auch die Unternehmer, die - Zitat - "nur noch den Kopf schüttelten angesichts dieser kurzsichtigen Handlungsmaxime".
    Das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergänzte, ausbleibende strukturelle Reformen bedeuteten für die Bürger einen größeren Wohlstandsverlust als vorübergehend höhere Spritpreise.
    Die Bundesregierung hatte angekündigt, ab Oktober erneut die Energiesteuer auf Kraftstoffe zu senken. Außerdem soll es einen Spritpreisdeckel spätestens ab dem 1. Januar geben. Wirtschaftsministerin Reiche, CDU, bekräftigte allerdings ihre Skepsis gegenüber einem solchen Instrument.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.