Rentendebatte
Wirtschaftsweiser Felbermayr warnt vor Aufweichung der Rentenreform

In der Debatte um die geplante Rentenreform hat der Wirtschaftsweise Felbermayr vor einem Festhalten an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren gewarnt.

    Wirtschaftsweiser Gabriel Felbermayr schaut zur Seite.
    Wirtschaftsweiser Gabriel Felbermayr (Hans Klaus Techt/APA/dpa)
    Sollte die Bundesregierung diesen zentralen Pfeiler der Reform herausnehmen, dann bröckele auch der Rest, sagte Felbermayr der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Unter dem weitverbreiteten Pessimismus, dass das Land nicht reformfähig sei, leide schon jetzt die Wirtschaft. Der Ökonom nannte die Reform unvermeidbar. Zugleich sei es höchst fraglich, ob ein Aufweichen der Reformagenda verlorene Wähler zurückhole, betonte Felbermayr mit Blick auf die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt. Die SPD-Vorsitzenden Klingbeil und Bas hatten kurz nach der Landtagswahl, bei der die AfD fast 44 Prozent der Stimmen holte, Nachverhandlungen bei der Rentenreform angekündigt. Längere Erwerbsbiografien sollten stärker berücksichtigt werden, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.