
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege kritisiert in einem Brief an Bundeskanzler Scholz, es fehle Einigkeit innerhalb der Koalition. Die Politik gehe in die Sommerpause, ohne dass eine Verständigung auf Eckpunkte stattgefunden hätte. Über 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche lebten bereits in relativer Einkommensarmut, und die bestehenden Wege zur Beantragung sozialer Leistungen für Kinder seien zu bürokratisch. Der Deutsche Kinderschutzbund und der Fraktionschef der Linken, Bartsch, schlossen sich der Forderung einer schnellen Einführung der Kindergrundsicherung an. Diese soll mehrere Sozialleistungen für Kinder zusammenfassen. Das Vorhaben zählt zu den wichtigsten sozialpolitischen Projekten der Ampelregierung, doch bisher gibt es keine Einigung über Höhe und Finanzierung.
Diese Nachricht wurde am 30.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
