EU-Agentur
Zahl der Asylanträge in EU, Schweiz und Norwegen zurückgegangen

Die Zahl der Asylanträge in der EU sowie in Norwegen und der Schweiz ist im ersten Halbjahr zurückgegangen.

    Das Logo der Asylagentur der Europäischen Union, euaa, auf einem Handy
    Die Asylagentur der Europäischen Union hat im ersten Halbjahr einen Rückgang der Asylanträge registriert. (IMAGO / imagebroker / IMAGO / imageBROKER / Timon Schneider)
    Von Januar bis Juni zählte die Asylagentur der Europäischen Union nach eigenen Angaben insgesamt rund 332.000 neue Anträge. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um fast 17 Prozent. Mit 69.000 wurden die meisten neuen Asylanträge in Frankreich gestellt. In Deutschland waren es rund 54.500.
    Nach Angaben der Asylbehörde mit Sitz in Malta ist der Rückgang der Gesamtzahl darauf zurückzuführen, dass weniger Menschen aus Syrien, Kolumbien, der Ukraine und der Türkei Asylanträge stellten. Zudem verfolgen die EU-Mitgliedsstaaten einen härteren Kurs bei der Migration. Im Juni trat eine Reform in Kraft, die für Menschen aus bestimmten Herkunftsländern beschleunigte Asylverfahren sowie Asylverfahren an den Außengrenzen vorsieht. 
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.