Asien
Zahl der Toten und Vermissten nach Sturzflut im Himalaya steigt weiter - Merz kondoliert

Zwei Tage nach der Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Inzwischen sind es in Nepal mindestens 579 und in der angrenzenden von China annektierten Region Tibet fünf. Insgesamt werden mehr als 2.400 Menschen vermisst, etwa 1.900 in Nepal, knapp 560 in Tibet.

    Ein Mann steht am Ufer eines Flusses und schaut auf die Schäden, die die Flut verursacht hat.
    Ein Mann am Ufer des Flusses Bhotekoshi (picture alliance / Sipa USA | JNA PRESS)
    Die Angaben aus Nepal stammen von den Behörden, die aus Tibet von chinesischen Staatsmedien. Unter den Vermissten sind auch hunderte ausländische Touristen. Eine vierköpfige deutsche Familie wurde heute gerettet.

    Merz kondoliert

    Er habe mit tiefer Betroffenheit von der schweren Flutkatastrophe erfahren, schrieb Merz in seinem Kondolenztelegramm an den Ministerpräsidenten von Nepal, Balendra Shah. Seine Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und allen Menschen, die durch die Katastrophe ihr Zuhause verloren hätten. In dem Schreiben an Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping drückte Merz ebenfalls seine große Bestürzung angesichts des Ausmaßes des Unglücks aus. Seine Gedanken seien in diesen schweren Stunden bei den Opfern und allen von der Katastrophe betroffenen Menschen.
    Aus Furcht vor einer neuerlichen Flutwelle aus einem neu entstandenen Stausee wurden die Such- und Rettungsarbeiten am Freitag stundenlang unterbrochen. Die Suche nach weiteren Überlebenden wird durch zerstörte Straßen und meterhohen Schlamm erschwert. Auf der tibetischen Seite der Grenze erreichte heute erstmals eine Gruppe von chinesischen Feuerwehrleuten das schwer getroffene Gebiet um den Grenzort Gyirong.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm:

    Viele stehen vor dem Nichts – Überleben und leben nach der Sturzflut in Nepal
    Katastrophe in Nepal: Die Rolle des Klimawandels im Himalaya
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.