
In unterschiedlichen Berichten ist die Rede von bis zu 40 Toten. Der Verwaltungschef sprach von einem Massaker. Die Stadt wurde den Berichten zufolge in der vorletzten Nacht angegriffen. Die Bewaffneten setzten Häuser in Brand und stürmten eine Kirche, in der sich Vertriebene aufhielten. Viele Familien flohen. Der Polizei gelang es schließlich, die Angreifer zurückzudrängen. Die haitianische Regierung schickte Verstärkung nach Kenscoff. Bislang ist unklar, ob es der Bande um Selbstbereicherung oder um die Ausdehnung ihres Einflussbereichs ging.
In Haiti terrorisieren bewaffnete Gruppen seit Jahren die Bevölkerung und kontrollieren weite Teile der Hauptstadt Port-au-Prince. Von Januar bis Mai wurden nach Angaben der UNO mehr als 2.300 Menschen getötet. Im Dezember sollen in dem Inselstaat zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder Wahlen stattfinden.
Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
