Mainz
ZDF-Nachrichtenchefin entschuldigt sich für "Doppelfehler" bei Verwendung KI-generierter Bilder

Das ZDF räumt weitere Fehler in einem Beitrag der Nachrichtensendung "heute journal" ein. In der Sendung vom 17. Februar sprach die Moderatorin und stellvertretende Chefredakteurin Anne Gellinek von einem "Doppelfehler" und bat um Entschuldigung. Der Beitrag habe nicht den eigenen hohen Standards entsprochen.

    Auf einem Bildschirm ist das Logo des "heute journal" zu sehen, eine Weltkugel vor blauem Grund.
    Das "heute journal" des ZDF (picture alliance / dpa / Andreas Arnold)
    Nach Angaben des ZDF enthielt der Beitrag vom Sonntag über die Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE zwei Fehler. Zunächst hatte der Sender lediglich von einem Fehler bei der Überspielung des Beitrags gesprochen. Die Kennzeichnung von Bildern, die mit Künstlicher Intelligenz generiert worden waren, sei aus technischen Gründen nicht übertragen worden.
    Gestern korrigierte sich das ZDF und räumte nun auch "handwerkliche Fehler" ein. Der Einsatz solcher mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierter Bilder und Videos von Menschen, Ereignissen und politischen Zusammenhängen sei im Nachrichtenbereich nicht möglich – Ausnahme sei nur, wenn der Beitrag ausdrücklich KI-Fälschungen thematisiere. In diesem Fall hätte auch eine Kennzeichnung nicht gereicht, hieß es vom Sender. 

    Auch Szenen aus anderem Kontext verwendet

    Zudem habe man in dem entsprechenden Beitrag Aufnahmen gezeigt, die jedoch aus einem anderen Kontext aus dem Jahr 2022 stammen sollen und nicht von einem aktuellen ICE-Einsatz.
    Zuvor hatte der Sender auf dpa-Anfrage mitgeteilt, dass in dem Beitrag zu Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE KI-generierte Bilder verwendet worden seien, die hätten gekennzeichnet werden müssen. Auf den Bildern war unter anderem zu sehen, wie eine Frau und zwei Kinder auf der Straße von Einsatzkräften abgeführt werden.
    Nach Bekanntwerden des Fehlers hatte die Redaktion die Szenen zunächst durch andere Bilder ersetzt. In der ZDF-Mediathek war der Beitrag zwischenzeitlich in geänderter Ausgabe, mit eingeblendeten Hinweisen, abrufbar.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.