Im Falschgeldlabor von Europol in Den Haag. Auf einem lang gezogenen Tisch stehen Mikroskope und kompliziert aussehende Maschinen und Instrumente. Michael Rauschenbach sitzt zusammen mit einem Kollegen vor der Geldzähl- und Prüfmaschine. Sie kontrolliert anhand von mehreren Sicherheitsmerkmalen, ob eine Eurobanknote echt ist oder nicht.
Der 46-jährige Niedersachse ist seit drei Jahren Leiter des Falschgeldreferats von Europol. Sein 25 Mann starkes Team wird aktiv, sobald irgendwo in der Welt falsche Eurobanknoten beschlagnahmt werden konnten.
Selbstständig ermitteln und verhaften dürfen die Eurocops zwar nicht. Aber sie sind bei Einsätzen mit dabei oder koordinieren diese grenzüberschreitend. Auch unterstützen sie die nationalen Polizeidienststellen mit Informationen und der Analyse von Daten - und tragen so zu Verhaftungen und zur Klärung von Verbrechen bei. Auch bei Eurofälschungen, so Rauschenbach:
"Jede dieser Falschnoten hinterlässt, wenn Sie so wollen, auch einen Fingerabdruck des Täters. Ich meine jetzt nicht einen wirklichen Fingerabdruck, sondern die Machart, die handwerklichen Fähigkeiten. Die Besonderheiten, die jede Banknote hinterlässt, gibt uns häufig auch sehr gute Anhaltspunkte, um den Mitgliedsstaaten zu sagen, in welcher Richtung sie ermitteln müssen - geografisch und vom Täterprofil her. Von den Fähigkeiten und von den eingesetzten Rohmaterialien oder den eingesetzten Maschinen können wir sehr gute Hinweise geben."
Als Gemeinschaftswährung ist der Euro für Fälscher weitaus attraktiver als die Einzelwährungen, die es vorher gab. Nach sieben Jahren ist er weltweit so verbreitet, dass sein Bargeldumlauf dem des Dollars entspricht. Dennoch ist nicht mehr Falschgeld im Umlauf als vor der Einführung des Euro 2002. Rauschenbach führt das auf die gute Zusammenarbeit von Europol mit der Europäischen Zentralbank und den nationalen Polizeidienststellen zurück - und auf den weltweit einzigartigen Datenpool, den die Europol-Falschgeldexperten in den letzten sieben Jahren aufbauen konnten. 20 Falschgelddruckereien konnten dadurch jedes Jahr entdeckt und ausgehoben werden - in Mittel-, Ost- und Südeuropa:
"Ungefähr 20 Druckereien pro Jahr, ungefähr 500.000 bis 600.000 gefälschte Banknoten wurden von der Polizei sichergestellt, bevor sie in den Umlauf gekommen sind, bevor also irgendein Schaden eintreten kann. Das zeigt schon die Dimension, das zeigt schon auch, dass die Strafverfolgungsbehörden hier sehr wachsam sind und sehr aktiv."
Mindestens 600.000 weitere Falschnoten pro Jahr hingegen werden erst dann entdeckt, wenn sie bereits im Zahlungsverkehr gelandet sind. Wobei die 50-Euro-Note bei den Fälschern am beliebtesten ist - wahrscheinlich, so Falschgeldexperte Rauschenbach, weil sie den besten Kosten-Nutzen-Risiko-Quotienten hat:
"Das heißt, dass die Täter hier offensichtlich ihre Herstellungskosten gut kompensieren können, dass das Entdeckungsrisiko und die Aufmerksamkeit bei 50 Euro-Noten nicht so groß ist, wenn Sie es mal mit einem Zweihunderter oder Fünfhunderter vergleichen würden."
Wer selbst Zweifel an der Echtheit einer Banknote hat, sollte immer mindestens zwei oder sogar drei Sicherheitsmerkmale kontrollieren. "Fühlen, Sehen, Kippen" lautet die Devise der Eurocops.
Kippen, um nachzuprüfen, ob die Hologramme funktionieren und Farbe oder Abbildung umschlagen. Sehen, um zu kontrollieren, ob das Wasserzeichen nicht bloß aufgetragen ist, sondern in die Note eingearbeitet wurde. Und fühlen, ob das richtige Material verwendet wurde: Eurofalschgeldnoten sind in der Regel aus Papier und nicht, wie es sich gehört, aus Baumwolle - und das fühlt sich ganz anders an:
"Das hier ist eine 20-Euro-Note, die eben auf herkömmlichem Papier gedruckt ist. Die fühlt sich deutlich lappiger an und verbrauchter an. Vom Knistern her nicht so ein Gefühl wie dieses echte Banknotenpapier, das - Sie hören es ja hier - das klingt, wir sagen knusprig. Das hat eben diesen knusprigen Sound und auch dieses knusprige Anfühlen. Und das auch noch nach Monaten im Umlauf."
Der 46-jährige Niedersachse ist seit drei Jahren Leiter des Falschgeldreferats von Europol. Sein 25 Mann starkes Team wird aktiv, sobald irgendwo in der Welt falsche Eurobanknoten beschlagnahmt werden konnten.
Selbstständig ermitteln und verhaften dürfen die Eurocops zwar nicht. Aber sie sind bei Einsätzen mit dabei oder koordinieren diese grenzüberschreitend. Auch unterstützen sie die nationalen Polizeidienststellen mit Informationen und der Analyse von Daten - und tragen so zu Verhaftungen und zur Klärung von Verbrechen bei. Auch bei Eurofälschungen, so Rauschenbach:
"Jede dieser Falschnoten hinterlässt, wenn Sie so wollen, auch einen Fingerabdruck des Täters. Ich meine jetzt nicht einen wirklichen Fingerabdruck, sondern die Machart, die handwerklichen Fähigkeiten. Die Besonderheiten, die jede Banknote hinterlässt, gibt uns häufig auch sehr gute Anhaltspunkte, um den Mitgliedsstaaten zu sagen, in welcher Richtung sie ermitteln müssen - geografisch und vom Täterprofil her. Von den Fähigkeiten und von den eingesetzten Rohmaterialien oder den eingesetzten Maschinen können wir sehr gute Hinweise geben."
Als Gemeinschaftswährung ist der Euro für Fälscher weitaus attraktiver als die Einzelwährungen, die es vorher gab. Nach sieben Jahren ist er weltweit so verbreitet, dass sein Bargeldumlauf dem des Dollars entspricht. Dennoch ist nicht mehr Falschgeld im Umlauf als vor der Einführung des Euro 2002. Rauschenbach führt das auf die gute Zusammenarbeit von Europol mit der Europäischen Zentralbank und den nationalen Polizeidienststellen zurück - und auf den weltweit einzigartigen Datenpool, den die Europol-Falschgeldexperten in den letzten sieben Jahren aufbauen konnten. 20 Falschgelddruckereien konnten dadurch jedes Jahr entdeckt und ausgehoben werden - in Mittel-, Ost- und Südeuropa:
"Ungefähr 20 Druckereien pro Jahr, ungefähr 500.000 bis 600.000 gefälschte Banknoten wurden von der Polizei sichergestellt, bevor sie in den Umlauf gekommen sind, bevor also irgendein Schaden eintreten kann. Das zeigt schon die Dimension, das zeigt schon auch, dass die Strafverfolgungsbehörden hier sehr wachsam sind und sehr aktiv."
Mindestens 600.000 weitere Falschnoten pro Jahr hingegen werden erst dann entdeckt, wenn sie bereits im Zahlungsverkehr gelandet sind. Wobei die 50-Euro-Note bei den Fälschern am beliebtesten ist - wahrscheinlich, so Falschgeldexperte Rauschenbach, weil sie den besten Kosten-Nutzen-Risiko-Quotienten hat:
"Das heißt, dass die Täter hier offensichtlich ihre Herstellungskosten gut kompensieren können, dass das Entdeckungsrisiko und die Aufmerksamkeit bei 50 Euro-Noten nicht so groß ist, wenn Sie es mal mit einem Zweihunderter oder Fünfhunderter vergleichen würden."
Wer selbst Zweifel an der Echtheit einer Banknote hat, sollte immer mindestens zwei oder sogar drei Sicherheitsmerkmale kontrollieren. "Fühlen, Sehen, Kippen" lautet die Devise der Eurocops.
Kippen, um nachzuprüfen, ob die Hologramme funktionieren und Farbe oder Abbildung umschlagen. Sehen, um zu kontrollieren, ob das Wasserzeichen nicht bloß aufgetragen ist, sondern in die Note eingearbeitet wurde. Und fühlen, ob das richtige Material verwendet wurde: Eurofalschgeldnoten sind in der Regel aus Papier und nicht, wie es sich gehört, aus Baumwolle - und das fühlt sich ganz anders an:
"Das hier ist eine 20-Euro-Note, die eben auf herkömmlichem Papier gedruckt ist. Die fühlt sich deutlich lappiger an und verbrauchter an. Vom Knistern her nicht so ein Gefühl wie dieses echte Banknotenpapier, das - Sie hören es ja hier - das klingt, wir sagen knusprig. Das hat eben diesen knusprigen Sound und auch dieses knusprige Anfühlen. Und das auch noch nach Monaten im Umlauf."