
Laut dem von der Organisation "Good Law Project" initiierten Appell wurde Arday zum Opfer einer rassistisch motivierten Mobbing-Kampagne in den Medien. Sein Tod sei die Folge von Schikane durch die Presse, heißt es auf der Webseite der Organisation. Ardays Hautfarbe sei dabei "ein bedeutendes Element" gewesen. Der Kanzler der Universität Cambridge äußerte sich ähnlich und sprach von einer "rassistischen Hetzjagd". Mehrere tausend Menschen nahmen am Abend an einer Mahnwache für Arday auf dem Londoner Trafalgar Square teil.
Der 41-jährige Akademiker war am Freitag wenige Tage nach dem Rücktritt von seiner Professur tot in London aufgefunden worden. Arday war 2023 zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Elite-Universität Cambridge ernannt worden. In den vergangenen Wochen berichteten zahlreiche Medien über Plagiatsvorwürfe gegen den Soziologen. Außerdem wurden Teile von Ardays Lebensgeschichte angezweifelt. Die Polizei geht bei seinem Tod nicht von Fremdverschulden aus.
Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
