Tötungen im Gazastreifen
Zentralrat der Juden distanziert sich von Ben-Gvir - "Beschämend und verantwortungslos"

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, hat die Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern verurteilt.

    Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gibt ein Interview.
    Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden (Pia Bayer / dpa / Pia Bayer)
    Das Verhalten des Ministers sei zutiefst beschämend und verantwortungslos, sagte Schuster in Berlin. Es zeige die Gefahr, die von rechtsradikalen Kräften ausgehe. Die Aussagen stünden diametral zu jüdischen Werten und schadeten Israels Ansehen.
    Ben-Gvir hatte unter anderem gesagt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben. Auch innerhalb der deutschen Politik löste er damit parteiübergreifend Empörung aus. Der CDU-Politiker Hardt forderte Sanktionen gegen Ben-Gvir. Die Linken-Politikerin Reisner rief die Bundesregierung auf, alle Waffenexporte nach Israel zu stoppen. Auch Vertreter von SPD, Grünen und AfD äußerten Kritik.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.